Satzung des Deutsch-Japanischen Familien- und Kulturvereins der Metropolregion Nürnberg

I. Name, Sitz und Zweck des Vereins

§ 1 Name und Sitz

  1. Der Verein führt den Namen "Deutsch-Japanischer Familien- und Kulturverein der Metropolregion Nürnberg", Kurzform "NNClub" ("Nürnberg Nihongo Club"). Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er den Zusatz "e. V."
  2. Der Sitz des Vereins ist Nürnberg.

§ 2 Zweck

  1. Zweck des Vereins ist die Förderung der gegenseitigen Völkerverständigung zwischen Deutschen und Japanern, sowie die Unterstützung von in Deutschland lebenden japanischen Familien und die Förderung der japanischen Kultur in der Metropolregion Nürnberg.
  2. Zur Erreichung dieses Zweckes widmet sich der Verein insbesondere der:
    • Durchführung von Veranstaltungen und anderer Aktionen mit dem Ziel, Kontakte zwischen Deutschen und Japanern herzustellen, zu erweitern und zu pflegen
    • Etablierung eines Ortes der Begegnung zum ungezwungenen interkulturellen Austausch
    • Unterstützung von bilingualer Erziehung
    • Aufbau eines Angebots von Förder- und Betreuungsprogrammen für Kinder
    • Beratungs- und Gesprächsangebote
    • Unterstützung bei behördlichen Angelegenheiten
    • Initiierung von Kooperationen mit lokalen Gesellschaften (z.B. Bildungszentrum, Sportvereine)
    • Gründung und Pflege einer Informationsplattform
    • Bündelung und Verteilung von japanrelevanten Informationen in der Region

§ 3 Aufgabenwidmung

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
  2. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.
  3. Mittel des Vereins dürfen nur für die erforderlichen Verwaltungskosten und für die Erfüllung satzungsgemäßer Zwecke verwendet werden.
  4. Die Mitglieder dürfen keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten. Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen durch den Verein begünstigt werden.

II. Mitgliedschaft und Beiträge

§ 4 Mitgliedschaft

  1. Der Verein besteht aus
    a) Ordentlichen Mitgliedern
    b) Fördermitgliedern
    c) Ehrenmitgliedern
  2. Jede natürliche Person, die das 16. Lebensjahr vollendet hat, die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt und die Zwecke des Vereins unterstützen will, kann ordentliches Mitglied des Vereins werden. Nur die ordentliche Mitgliedschaft vermittelt ein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung.
  3. Natürliche oder juristische Personen (Firmen, Gesellschaften und Körperschaften), die ein Interesse an der Erreichung der Ziele des Vereins haben, können Fördermitglieder werden.
  4. Ehrenmitglieder werden vom Vorstand durch Beschluss ernannt.
  5. Die Mitgliedschaft wird schriftlich beantragt; über den Antrag entscheidet der Vorstand. Gegen eine schriftliche Ablehnung durch den Vorstand kann innerhalb von drei Wochen Berufung zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung eingelegt werden, die mit einfacher Mehrheit über die Aufnahme entscheidet.
  6. Die Mitgliedschaft endet
    • mit dem Tod des Mitglieds, 
    • durch schriftliche Austrittserklärung zum Schluss eines Kalenderjahres, gerichtet an ein Vorstandsmitglied, oder
    • durch Ausschluss aus dem Verein.
      Ein Mitglied, das in erheblichem Maß gegen die Interessen des Vereins verstoßen hat, kann durch Beschluss des Vorstands aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor dem Ausschluss ist das betroffene Mitglied zu hören. Die Entscheidung über den Ausschluss ist schriftlich zu begründen und dem Mitglied mit Einschreiben gegen Rückschein zuzustellen. Das betroffene Mitglied kann innerhalb einer Frist von einem Monat ab Zugang schriftlich Berufung beim Vorstand einlegen. Über die Berufung entscheidet die Mitgliederversammlung.

§ 5 Mittel des Vereins

  1. Die Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben erhält der Verein aus
    a) Mitgliedsbeiträgen,
    b) Geldspenden,
    c) Sachspenden und
    d) Sonstigen Zuwendungen.

§ 6 Mitgliedsbeiträge 

  1. Der Mitgliedsbeitrag kann als Jahresbeitrag (Fälligkeit: Beginn eines jeden Geschäftsjahres), Halbjahresbeitrag (Fälligkeit: Beginn des Halbjahres) oder Quartalsbeitrag (Fälligkeit: Beginn des Quartals) bezahlt werden. 
  2. Bei Neueintritt wird der Mitgliedsbeitrag direkt fällig.
  3. Es wird unterschieden zwischen einfacher Mitgliedschaft mit differenzierten festgelegten Beitragshöhen für Studierende, Einzelmitglieder und Ehepaare.
  4. Der Mindestbeitrag für Fördermitglieder beträgt das Doppelte des Beitrages von Einzelmitgliedern. 
  5. Für Ehrenmitglieder besteht keine Beitragspflicht.
  6. Die Höhe der Mitgliedsbeiträge wird durch die Mitgliederversammlung festgelegt.
  7. Auf Antrag kann der Vorstand für bestimmte Fristen einen Beitrag ermäßigen oder erlassen.

§ 7 Geschäftsjahr

  1. Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr. 
  2. Das erste Rumpfgeschäftsjahr endet am 31. Dezember 2011

III. Organe des Vereins

§ 8 Organe

  1. Die Organe des Vereins sind:
    • die Mitgliederversammlung und
    • der Vorstand.

§ 9 Die Mitgliederversammlung

  1. Eine ordentliche Mitgliederversammlung soll in jedem Jahr innerhalb der ersten drei Monate eines Geschäftsjahres stattfinden. Sie ist vom Vorsitzenden unter Einhaltung einer Einladungsfrist von zwei Wochen durch persönliche Einladung mittels Briefes oder E-Mail einzuberufen. Dabei ist die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung mitzuteilen.
  2. Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:
    • die Entgegennahme des Rechenschaftsberichts des Vorstands und dessen Entlastung, 
    • die Genehmigung der Rechnungslegung und des Haushaltsplans, 
    • die Wahl des Vorstands, 
    • die Wahl der Rechnungsprüfer,
    • die Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrags, 
    • Satzungsänderungen, 
    • die Berufung eines Mitglieds gegen seinen Ausschluss durch den Vorstand und 
    • den Ausschluss eines Mitglieds, 
    • die Benennung eines Ehrenmitgliedes, 
    • die Auflösung des Vereins.
  3. Der Vorstand hat unverzüglich eine Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn mindestens 10% der Mitglieder die Einberufung schriftlich und unter Angabe des Zwecks und der Gründe fordern.
  4. Eine ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig. Sie fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Eine geheime Abstimmung muss erfolgen, wenn ein anwesendes Mitglied dies beantragt. Stimmberechtigt sind alle Mitglieder. Durch schriftliche Vollmacht kann ein Mitglied ein anderes mit seiner Stimmabgabe beauftragen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
  5. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist. 

§ 10 Der Vorstand

  1. Der Vorstand des Vereins besteht aus dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden und dem Schatzmeister. Als Vorstandsmitglied kann nur ein ordentliches Mitglied des Vereins bestellt werden.
  2. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch ein Vorstandsmitglied vertreten.
  3. Der Vorstand hat eine Amtsdauer von zwei Jahren. Er bleibt so lange im Amt, bis eine Neuwahl erfolgt. Scheidet ein Mitglied des Vorstands während der Amtsperiode aus, wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für den Rest der Amtsdauer des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds.
  4. Die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig.
  5. Der Vorstand entscheidet über alle Angelegenheiten des Vereins, die nicht kraft Gesetzes oder durch diese Satzung der Mitgliederversammlung zugewiesen sind.
  6. Der Vorstand ist beschlussfähig bei Anwesenheit von zwei Mitgliedern.
  7. Vorstandsbeschlüsse können außerhalb von Sitzungen auch durch Telefon, Fax, Brief und E-Mail gefasst werden.
  8. Alle Vorstandsbeschlüsse sind zu protokollieren.

IV. Schlussvorschriften

§ 11 Rechnungslegung

  1. Der Geschäftsführer legt nach Ende des Geschäftsjahres Rechnung. Diese wird von zwei Rechnungsprüfern kontrolliert.
  2. Die Amtsdauer der Rechnungsprüfer beträgt zwei Jahre. Ihre Wahl findet zusammen mit der Wahl des Vorstands statt.

§ 12 Änderung der Satzung

  1. Die Satzung und der Zweck des Vereins können durch die Mitgliederversammlung geändert werden. Dem Beschluss muss eine Mehrheit von 2/3 der anwesenden Mitglieder zustimmen.
  2. Der Entwurf der Satzungsänderung muss der Einladung zur Mitgliederversammlung beigelegt sein.

§ 13 Auflösung des Vereins

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur durch die Mitgliederversammlung beschlossen werden. Dem Beschluss muss eine Mehrheit von Dreiviertel aller anwesenden Mitglieder zustimmen.
  2. Die Mitglieder haben bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks keine Ansprüche an das Vermögen des Vereins.
  3. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an die Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes mit der Maßgabe, das Geld zur Förderung der Beziehungen zwischen Japan und Deutschland zu verwenden.